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Thermalkamera

Wärmebildkamera und Medizin: was Thermografie kann und was nicht

Redaktion Thermalkamera · Stand

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Wärmebildkamera und Medizin: was Thermografie kann und was nicht

Auf dieser Seite geht es um das Thema Thermalkamera für medizinische Anwendungen. In der Medizin und in der Tiermedizin wird Thermografie von Fachleuten eingesetzt, und zwar mit dafür zugelassenen Geräten. Verbraucher-Wärmebildkameras sind keine Medizinprodukte und keine Diagnosegeräte. Deshalb zeigt diese Seite bewusst keine Produkte, sondern erklärt, was eine Wärmebildkamera misst, wofür Fachleute die Technik nutzen und warum ein Verbrauchergerät dafür nicht gedacht ist.

Was ist eine Thermalkamera?

Eine Thermalkamera ist ein Gerät, das Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung) detektiert und in ein sichtbares Bild umwandelt. Diese Bilder zeigen die Temperaturverteilung auf der Oberfläche eines Objekts. Bei einem Menschen oder Tier ist das die Oberfläche der Haut beziehungsweise des Fells, nicht das Körperinnere.

Funktionsweise einer Thermalkamera

Die Funktionsweise basiert auf der Thermografie, die Temperaturunterschiede nutzt, um Bilder zu erzeugen. Die Kamera erfasst die Infrarotstrahlung, die von der Oberfläche des Messobjekts ausgeht. Ein Sensor wandelt diese Daten in ein Bild um, das sogenannte Wärmebild. Die Temperatur wird in Farben dargestellt, wobei wärmere Stellen oft in Rot- und Gelbtönen und kältere Stellen in Blau- und Grüntönen erscheinen. Die Farbpalette ist dabei nur eine Darstellung und lässt sich meist umstellen.

Wie genau die angezeigte Temperatur ist, hängt unter anderem vom Emissionsgrad der Oberfläche ab. Für menschliche Haut wird allgemein ein Emissionsgrad von etwa 0,98 angenommen. Spiegelungen, Kleidung, Schweiß, Cremes oder Zugluft verändern das Bild, ohne dass sich etwas im Körper verändert hat.

Wofür Fachleute Thermografie einsetzen

In Medizin und Tiermedizin nutzen Fachleute Thermografie allgemein als bildgebende Ergänzung, um Temperaturverteilungen auf der Körperoberfläche sichtbar zu machen. Das geschieht mit dafür zugelassenen Geräten, unter festgelegten Raumbedingungen und durch geschultes Personal, das die Aufnahmen einordnet. Auch in der Forschung wird mit der Methode gearbeitet.

Was ein Wärmebild im Einzelfall bedeutet, entscheidet nicht die Kamera, sondern die ausgebildete Fachperson im Zusammenhang mit der Krankengeschichte und weiteren Untersuchungen. Aus diesem Grund gibt diese Seite keine Hinweise darauf, welche Beschwerden sich mit einer Wärmebildkamera erkennen oder messen ließen.

Vorteile und Grenzen der Methode

Allgemein gilt für die Thermografie:

  • Berührungslos: Die Kamera benötigt keinen direkten Kontakt mit der Oberfläche.
  • Schnelle Aufnahme: Ein Wärmebild entsteht in Sekunden.
  • Nur die Oberfläche: Gemessen wird die Oberflächentemperatur. Aussagen über Gewebe unter der Haut lassen sich aus dem Bild nicht direkt ablesen.
  • Umgebungsbedingungen: Raumtemperatur, Luftzug und Sonneneinstrahlung beeinflussen die Aufnahme. Eine kalte oder heiße Umgebung kann die Darstellung verfälschen.
  • Interpretation erfordert Erfahrung: Viele Faktoren beeinflussen die Wärmesignatur. Ein Wärmebild allein stellt keine Diagnose.

Warum ein Verbrauchergerät dafür nicht gedacht ist

Wärmebildkameras für den Verbrauchermarkt sind für Aufgaben wie die Suche nach Wärmebrücken, Leckagen oder überhitzten Bauteilen gedacht. Sie sind keine Medizinprodukte und besitzen keine Zulassung für den Einsatz am Menschen. Ihre Messwerte sind nicht dafür ausgelegt, gesundheitliche Fragen zu beantworten.

Dazu kommt, dass ein Wärmebild der Haut für Laien leicht zu falschen Schlüssen führt. Ein warmer oder kalter Fleck kann viele harmlose Ursachen haben, etwa eine Decke, die Lage beim Liegen oder die Raumtemperatur. Wer aus einem solchen Bild Schlüsse auf die eigene Gesundheit zieht, kann sich in falscher Sicherheit wiegen oder unnötig beunruhigen. Deshalb sprechen wir für medizinische Zwecke keine Empfehlung für ein Verbrauchergerät aus.

Fazit

Thermografie ist in Medizin und Tiermedizin ein Werkzeug für Fachleute mit zugelassenen Geräten. Eine Wärmebildkamera misst physikalisch die Oberflächentemperatur und nichts darüber hinaus. Verbraucher-Wärmebildkameras sind dafür nicht gedacht. Wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, bei Tieren an die Tierärztin oder den Tierarzt.

Für Anwendungen, für die Verbraucher-Wärmebildkameras gedacht sind, etwa Haus, Heizung oder Elektrik, finden Sie auf diesem Portal passende Ratgeber und Vergleiche.

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