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Thermalkamera

Kaufberatung Redaktion Thermalkamera · Stand

Thermalkamera-Vergleich nach Herstellerangaben: Modelle im Überblick

Inhalt 5 Abschnitte

Dieser Beitrag stellt drei Wärmebildkameras anhand der Angaben ihrer Hersteller gegenüber: Bosch GTC 400 C, FLIR C5 und HIKMICRO ECO. Es handelt sich um eine Gegenüberstellung von Datenblattwerten, nicht um eine eigene Messung oder Prüfung. Wir haben keines der Geräte selbst vermessen und vergeben keine Wertungen. Die Zahlen stammen von den Herstellerseiten und aus den offiziellen Datenblättern. Wo ein Hersteller einen Wert nicht nennt, steht in der Tabelle „k. A.“.

Wer eine Wärmebildkamera für Haus, Werkstatt oder Anlage sucht, findet in den technischen Daten die Grundlage für jede Entscheidung. Eine Einführung in das Messprinzip finden Sie im Beitrag berührungslose Temperaturmessung und moderne Technologie.

Die Herstellerangaben im Überblick

Merkmal Bosch GTC 400 C FLIR C5 HIKMICRO ECO
Infrarot-Auflösung 160 × 120 Pixel 160 × 120 Pixel 96 × 96 Pixel
Messbereich −10 bis +400 °C −20 bis 400 °C −20 bis 150 °C und 100 bis 550 °C
Thermische Empfindlichkeit (NETD) ≤ 50 mK < 70 mK < 50 mK
Sichtfeld 53° × 43° 54° × 42° 50° × 50°
Bildfrequenz k. A. 8,7 Hz 25 Hz
Übertragung WLAN, MicroUSB WLAN (802.11 a/ac/b/g/n), USB 2.0 Typ C USB (UVC)
Stromversorgung 4 × AA (LR6) oder GBA-Akku mit 12 V bzw. 10,8 V Li-Ion-Akku, fest eingebaut; laut Datenblatt 4 Stunden Betriebszeit Li-Ion-Akku; laut Hersteller etwa 11 Stunden (ECO-V: etwa 8 Stunden)

Hinweise zur Tabelle: Beim HIKMICRO ECO gibt es auch die Ausführung ECO-V mit zusätzlicher Kamera für das Realbild. Die Wärmebildwerte nennt der Hersteller für beide gleich, nur die Akkulaufzeit unterscheidet sich. Die Tabelle zeigt den ECO. Wir tragen nur ein, was ein Herstellerdokument eindeutig belegt. Beim FLIR C5 gilt die Ausführung mit WLAN.

Was die Werte bedeuten

Infrarot-Auflösung

Die Infrarot-Auflösung gibt an, wie viele Pixel der Wärmesensor hat. 160 × 120 Pixel sind 19.200 Messpunkte, 96 × 96 Pixel sind 9.216. Mehr Pixel zeigen kleinere Objekte oder weiter entfernte Stellen mit mehr Detail. Das Display ist davon unabhängig: Ein Bildschirm kann viel mehr Pixel haben als der Sensor.

Thermische Empfindlichkeit (NETD)

Der NETD-Wert wird in Millikelvin (mK) angegeben. Er beschreibt den kleinsten Temperaturunterschied, den der Sensor noch abbilden kann. Ein kleinerer Wert bedeutet, dass auch feinere Unterschiede sichtbar werden. Das ist vor allem bei Gebäuden mit geringen Temperaturunterschieden zwischen innen und außen wichtig.

Messbereich

Der Messbereich nennt die Spanne der Objekttemperaturen, die das Gerät erfassen kann. Für Heizung, Wand und Fenster reichen oft niedrige Bereiche. Für Elektrik, Motoren oder Abgasleitungen benötigen Sie höhere Obergrenzen. Die GTC 400 C misst laut Bosch von −10 bis 400 °C. Das HIKMICRO ECO nennt zwei Bereiche, bis 150 °C und von 100 bis 550 °C. Prüfen Sie, ob ein Gerät den Bereich umschaltet.

Sichtfeld

Das Sichtfeld ist der Bildwinkel. Ein großes Sichtfeld, etwa 53° × 43° bei der GTC 400 C, erfasst viel Fläche auch aus kurzer Entfernung. Das hilft in engen Räumen. Ein kleineres Sichtfeld holt entfernte Ziele näher heran.

Bildfrequenz: 9 Hz gegenüber höheren Frequenzen

Die Bildfrequenz zeigt, wie oft das Bild pro Sekunde erneuert wird. Bei Frequenzen um 9 Hz wirkt das Livebild beim Schwenken weniger flüssig. Für ruhende Objekte wie Wände oder Verteilerkästen ist das meist unerheblich. Bei bewegten Objekten zeigt eine höhere Frequenz wie 25 Hz das Bild flüssiger. Der FLIR C5 nennt 8,7 Hz, das HIKMICRO ECO 25 Hz.

Emissionsgrad

Jede Oberfläche strahlt Wärme unterschiedlich stark ab. Diese Größe heißt Emissionsgrad. Matte, dunkle Flächen strahlen stark, blanke Metalle schwach und spiegeln ihre Umgebung. Ist der Emissionsgrad falsch eingestellt, zeigt das Gerät einen falschen Wert. Prüfen Sie daher, ob Sie den Emissionsgrad einstellen können. Blanke Metalle messen Sie am besten mit einem aufgeklebten Fleck matter Farbe oder Klebeband.

Welches Gerät für welchen Zweck

Wir nennen hier keine Geräteempfehlung. Die Frage lautet immer, welche Daten Ihr Einsatz verlangt.

Heimwerker und Gebäude

Wer Wärmebrücken, undichte Fenster oder kalte Außenwände sucht, achtet auf eine niedrige NETD, ein ausreichend großes Sichtfeld und eine mittlere Auflösung. Ein sehr hoher Messbereich ist hier selten nötig. Hilfreich ist eine einfache Möglichkeit, Bilder per WLAN oder USB auf Smartphone oder Rechner zu bringen.

Elektro und Handwerk

Bei Schaltschränken, Sicherungen und Anlagen sind höhere Temperaturen möglich. Hier zählen ein passender oberer Messbereich, eine möglichst hohe Auflösung für kleine Bauteile und die Möglichkeit, Messwerte zu dokumentieren. Weitere Informationen zu diesem Umfeld finden Sie im Elektro- und Industrie-Ratgeber.

Tierbeobachtung

Die Beobachtung von Wildtieren ist eine andere Geräteklasse. Dafür gibt es eigene Wärmebild-Fernglas- und Vorsatzgeräte mit Optik für große Entfernungen. Die hier verglichenen Handgeräte für die Temperaturmessung sind dafür nicht ausgelegt. Einen Überblick zu optischen Geräten bietet der Ratgeber für Geräte und Optik.

Smartphone-Aufsätze

Aufsätze für das Smartphone sind kompakt und werden über die Handy-Anschlüsse betrieben. Sie hängen von App und Smartphone ab. Prüfen Sie, welche Geräte der Hersteller unterstützt und ob Ihr Telefon dazu passt.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Datenblatt lesen: Suchen Sie das Datenblatt des Herstellers. Dort stehen Auflösung, NETD, Messbereich, Sichtfeld und Bildfrequenz.
  • Infrarot-Auflösung nicht mit der Displayauflösung verwechseln: Ein Display mit 640 × 480 Pixeln sagt nichts über den Wärmesensor. Maßgeblich ist die Infrarot-Auflösung.
  • Hochgerechnete Auflösung ist keine echte Sensorauflösung: Angaben wie „Super-Resolution“ oder „SuperIR“ rechnen das Bild per Software größer. Der Sensor erfasst dadurch nicht mehr Messpunkte.
  • Genaue Modellbezeichnung prüfen: Ausführungen mit ähnlichem Namen, etwa ECO und ECO-V, unterscheiden sich in einzelnen Werten.
  • Fehlende Angaben nachfragen: Nennt ein Hersteller einen Wert nicht, sollten Sie ihn nicht annehmen.

Häufige Fragen zum Thermalkamera-Vergleich

Hat die Redaktion die Geräte selbst geprüft?

Nein. Der Beitrag stellt Angaben der Hersteller aus Datenblättern und Produktseiten gegenüber. Wir haben die Geräte nicht selbst vermessen und bewerten sie nicht.

Warum steht bei manchen Werten „k. A.“?

Ein Wert wird nur eingetragen, wenn ihn der Hersteller nennt. Bei der Bosch GTC 400 C fehlt auf der Produktseite die Bildfrequenz.

Was bedeutet ein niedriger NETD-Wert?

Der NETD-Wert nennt den kleinsten Temperaturunterschied, den der Sensor abbilden kann. Ein kleinerer Wert in Millikelvin bedeutet, dass der Sensor feinere Unterschiede unterscheidet.

Ist die angegebene Auflösung immer die Sensorauflösung?

Nicht immer. Die Infrarot-Auflösung beschreibt den Wärmesensor. Displayauflösung und per Software hochgerechnete Werte, etwa „Super-Resolution“, sind davon zu trennen und erhöhen die Zahl der Messpunkte nicht.

Eignen sich diese Handgeräte zur Tierbeobachtung?

Die Tierbeobachtung ist eine eigene Geräteklasse mit Optik für größere Entfernungen. Die hier gegenübergestellten Handgeräte sind für die Temperaturmessung gedacht, nicht für die Beobachtung von Wildtieren.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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