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Thermalkamera

Anwendungen & Branchen Redaktion Thermalkamera · Stand

Alles über Thermal Camera Axis: Funktionen und Anwendungsbereiche

Inhalt 6 Abschnitte

Stationäre Wärmebild-Netzwerkkameras im Überblick

Neben Handgeräten für Handwerk und Gebäudecheck gibt es fest montierte Wärmebild-Netzwerkkameras für die Sicherheitstechnik. Ein bekanntes Beispiel ist die Thermal-Reihe des schwedischen Herstellers Axis Communications; vergleichbare Geräte bieten auch andere Anbieter der Videosicherheit an. Dieser Ratgeber erklärt, was solche Kameras grundsätzlich leisten, wo ihre Grenzen liegen und worauf es bei der Planung ankommt. Konkrete Modelle und Datenblattwerte nennt er bewusst nicht, denn sie unterscheiden sich je nach Ausführung und ändern sich mit jeder Produktgeneration.

Das Prinzip ist dasselbe wie bei jeder Wärmebildkamera: Ein Sensor erfasst die Wärmestrahlung, die von Oberflächen ausgeht, und setzt Temperaturunterschiede in ein Bild um. Menschen, Tiere und Fahrzeuge heben sich dadurch meist deutlich vom kühleren Hintergrund ab. Eine Lichtquelle braucht die Kamera dafür nicht.

Was Wärmebild-Netzwerkkameras leisten

Erkennung bei Dunkelheit

Weil die Kamera Wärmestrahlung auswertet und kein sichtbares Licht, funktioniert sie bei völliger Dunkelheit ebenso wie am Tag. Gegenlicht, Scheinwerfer oder Schatten stören sie deutlich weniger als eine herkömmliche Kamera. Leichter Dunst und Rauch beeinträchtigen das Bild weniger als bei normalen Kameras; dichter Nebel, starker Regen und dichter Rauch dämpfen die Wärmestrahlung jedoch spürbar und verringern die Erkennungsreichweite.

Erkennen, nicht identifizieren

Ein Wärmebild zeigt, dass sich eine Person oder ein Fahrzeug im Bild befindet, und in welche Richtung es sich bewegt. Gesichter, Kennzeichen oder Kleidungsdetails lassen sich darauf in der Regel nicht erkennen. Wärmebildkameras eignen sich deshalb zum Detektieren, nicht zum Identifizieren von Personen. Wo eine Identifizierung nötig ist, wird die Wärmebildkamera häufig mit einer herkömmlichen Kamera kombiniert, die bei einem Ereignis gezielt hinzugeschaltet wird oder den Bereich ergänzend erfasst.

Perimeterschutz

Das wichtigste Einsatzgebiet ist die Überwachung von Grundstücksgrenzen, Zäunen und Freiflächen. In Verbindung mit einer Analysesoftware, die im Bild Zonen oder Linien festlegt, kann die Kamera melden, wenn eine Person oder ein Fahrzeug einen definierten Bereich betritt. Ob solche Analysefunktionen in der Kamera selbst laufen oder in einer zentralen Software, hängt vom Gerät und vom Gesamtsystem ab. Fehlalarme durch Tiere, sich bewegende Vegetation oder Wetter lassen sich durch sorgfältige Einrichtung verringern, aber nicht völlig ausschließen.

Einbindung in Video-Management und Alarmsysteme

Als Netzwerkkameras werden die Geräte über das lokale Netz angebunden und in ein Video-Management-System eingebunden, in dem Live-Bild, Aufzeichnung und Ereignisse zentral zusammenlaufen. Über diese Anbindung lassen sich Meldungen an eine Leitstelle, an Wachpersonal oder an andere Sicherheitstechnik wie Beleuchtung, Lautsprecher oder eine Einbruchmeldeanlage weitergeben. Welche Systeme konkret zusammenarbeiten, ist eine Frage der Schnittstellen und sollte vor dem Kauf geklärt werden.

Temperaturalarme bei Ausführungen mit Messfunktion

Ein Teil der stationären Wärmebildkameras ist als radiometrische Ausführung mit Temperaturmessung erhältlich. Diese Geräte können einen Alarm auslösen, wenn eine Oberfläche in einem festgelegten Bildbereich eine Grenztemperatur über- oder unterschreitet, etwa bei Lagerflächen, Förderanlagen oder elektrischen Anlagen. Reine Detektionskameras ohne Messfunktion zeigen dagegen nur relative Temperaturunterschiede. Auch eine messende Kamera erfasst ausschließlich Oberflächen; die Genauigkeit hängt unter anderem vom Emissionsgrad des Materials, vom Abstand und vom Blickwinkel ab. Ein auffälliger Temperaturwert ist ein Hinweis, keine Diagnose: Elektrische Anlagen prüft eine Elektrofachkraft.

Worauf es bei der Planung ankommt

  • Erfassungsbereich: Zuerst wird festgelegt, welche Fläche überwacht werden soll und was dort erkannt werden muss: nur „eine Person ist da“ oder auch die Art des Objekts. Davon hängen Objektiv, Sensorauflösung und Montageabstand ab. Die Herstellerangaben zur Erkennungsreichweite gelten für bestimmte Bedingungen und sollten nicht ungeprüft auf den eigenen Standort übertragen werden.
  • Montage: Die Kamera braucht freie Sicht auf den Bereich. Glasscheiben sind für die langwellige Wärmestrahlung praktisch undurchlässig; eine Wärmebildkamera hinter einem Fenster zeigt nur die Scheibe und Spiegelungen, nicht das Gelände dahinter. Bewuchs, Masten und Gebäudeteile können Sichtachsen verdecken. Wichtig sind außerdem eine stabile, vibrationsarme Befestigung und eine für den Außeneinsatz geeignete Gehäuseausführung.
  • Netzwerk und Betrieb: Stromversorgung, Netzwerkanbindung, Speicherplatz für Aufzeichnungen und die IT-Sicherheit der Geräte (Zugangsdaten, Updates, Netzsegmentierung) gehören von Anfang an zur Planung.
  • Fachbetrieb: Planung, Installation und Einrichtung der Analysefunktionen übernimmt sinnvollerweise ein Errichter für Sicherheitstechnik. Er kann vor Ort prüfen, ob die gewünschte Erkennung am geplanten Standort tatsächlich erreicht wird, und das System auf geringe Fehlalarmquoten einstellen.
  • Datenschutz: Auch Wärmebildkameras sind Videoüberwachung. Für ihren Einsatz gelten die datenschutzrechtlichen Regeln für Videoüberwachung, etwa zu Zweck, Erfassungsbereich, Hinweisen auf die Überwachung und Speicherdauer. Öffentliche Flächen und Nachbargrundstücke sollten nicht erfasst werden. Die Einzelheiten hängen vom konkreten Einsatz ab; Unternehmen klären sie am besten vorab mit ihrem Datenschutzbeauftragten oder einer fachkundigen Beratung.

Typische Einsatzfelder

Stationäre Wärmebildkameras kommen überall dort zum Einsatz, wo größere Flächen auch nachts zuverlässig auf Personen oder Fahrzeuge überwacht werden sollen oder wo Oberflächentemperaturen dauerhaft im Blick bleiben müssen. Die folgende Übersicht fasst typische Felder zusammen:

Einsatzfeld Typische Aufgabe
Kritische Infrastruktur (Energie- und Wasserversorgung, Umspannwerke) Perimeterschutz ausgedehnter, oft unbeleuchteter Gelände; bei messenden Ausführungen auch Temperaturüberwachung von Anlagenteilen
Industrie, Logistik und Lager Schutz von Außenflächen und Zufahrten; mit Messfunktion Überwachung von Maschinen, Förderanlagen oder Lagergut auf Erwärmung
Flughäfen, Häfen und Verkehrsanlagen Überwachung von Zäunen, Vorfeld- und Hafengelände sowie Tunneln und Straßen, etwa zum Erkennen von Personen oder liegengebliebenen Fahrzeugen
Gewerbeimmobilien, Parkflächen und Handel Absicherung von Gelände, Parkplätzen und Lagerbereichen außerhalb der Geschäftszeiten
Rechenzentren Schutz der Außenhaut des Geländes; mit Messfunktion ergänzende Beobachtung von Oberflächentemperaturen
Öffentliche Einrichtungen und Justizvollzug Überwachung von Außenanlagen und Grenzlinien bei Dunkelheit

In Innenräumen mit guter Beleuchtung bringt eine Wärmebildkamera gegenüber einer herkömmlichen Kamera meist wenig, weil sie dort keine Personen identifizieren kann. Ihre Stärke liegt draußen, bei Dunkelheit und auf großen Flächen.

Fazit

Stationäre Wärmebild-Netzwerkkameras wie die Thermal-Reihe von Axis Communications sind ein Werkzeug für die Detektion: Sie melden, dass sich in einem überwachten Bereich etwas bewegt, auch bei völliger Dunkelheit. Ausführungen mit Messfunktion können zusätzlich auf auffällige Oberflächentemperaturen hinweisen. Personen identifizieren sie nicht, und hinter Glas sind sie wirkungslos. Ob ein solches System sinnvoll ist, entscheidet sich an der konkreten Fläche, an der gewünschten Erkennung und an den datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen. Diese Punkte sollten mit einem Fachbetrieb geklärt werden, bevor Geräte ausgewählt werden.

FAQ zu stationären Wärmebild-Netzwerkkameras

Was leisten stationäre Wärmebildkameras wie die Thermal-Reihe von Axis?

Sie erfassen die Wärmestrahlung von Oberflächen und erkennen so Personen, Tiere und Fahrzeuge auch bei völliger Dunkelheit. Eingebunden in ein Video-Management-System können sie bei Bewegungen in festgelegten Bereichen Meldungen auslösen. Ausführungen mit Messfunktion können zusätzlich bei auffälligen Oberflächentemperaturen alarmieren.

Kann man Personen auf einem Wärmebild identifizieren?

In der Regel nicht. Ein Wärmebild zeigt, dass sich eine Person im Bild befindet und wie sie sich bewegt, aber keine Gesichter oder Kennzeichen. Wärmebildkameras dienen der Erkennung; für eine Identifizierung werden sie häufig mit herkömmlichen Kameras kombiniert.

Kann eine Wärmebildkamera hinter einer Glasscheibe montiert werden?

Nein. Normales Glas ist für die langwellige Wärmestrahlung praktisch undurchlässig. Die Kamera zeigt dann nur die Temperatur der Scheibe und Spiegelungen, nicht das Gelände dahinter. Sie braucht freie Sicht auf den überwachten Bereich.

Funktionieren Wärmebildkameras bei Nebel und Regen?

Leichter Dunst und Rauch stören sie weniger als herkömmliche Kameras. Dichter Nebel, starker Regen und dichter Rauch dämpfen die Wärmestrahlung jedoch und verringern die Reichweite, in der Personen oder Fahrzeuge noch erkannt werden.

Was ist vor der Installation zu beachten?

Zu klären sind der gewünschte Erfassungsbereich, ein geeigneter Montageort mit freier Sicht, die Einbindung in Netzwerk und Video-Management sowie die Regeln des Datenschutzes, denn auch Wärmebildkameras gelten als Videoüberwachung. Planung und Einrichtung übernimmt sinnvollerweise ein Fachbetrieb für Sicherheitstechnik.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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